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Veröffentlicht am 23.07.2010, 11:56 Uhr     Druckversion
Abenteuer bei 38 Grad – Sommerausflug der AG 60 plus

Foto: Auf der Hafenfähre Stormarner SPD-Senioren besuchen Hamburg
„Und gerade heute wird der heißeste Tag des Jahres“, seufzt Manfred Wittkowski, stellvertretender Leiter der AG 60 plus des Kreisverbandes Stormarn der SPD und verantwortlicher Reiseleiter an diesem Tag: „Mal sehen, ob alle kommen.“ Mit der Regionalbahn ging es gemütlich Richtung Hamburg, in Bargteheide und Ahrensburg kamen stiegen viele Teilnehmer noch zu. Und es stellte sich heraus: Senioren sind zäh – sie kamen,
immerhin 43 von 50 trotzten der Hitze.


Hochbetrieb an den Landungsbrücken. Es ist Urlaubszeit und Hamburg ist eine Reise wert. Gestärkt mit ein paar leckeren Fischbrötchen geht es auf die erste Hafenfähre. Auch pünktlich. Und preiswert: es gilt der HVV-Tarif. Der Fahrtwind lässt die Temperatur leichter ertragen. Es gibt viel zu sehen. Schiffsverkehr, die Hafenbecken, die Werften. Die Yacht des russischen Öl-Milliardärs liegt (wieder) am Ausrüstungskai. Dann der Höhepunkt: die Köhlbrandbrücke von unten und ganz aus der Nähe. Die LKWs oben wirken wie Spielzeugautos. Dann wieder ans andere Elbufer. Schon wieder neue Büro-Hochhäuser. Wie soll man sich bei der Aussicht wohl auf die Arbeit konzentrieren? Eine Badestelle. Seit der Wiedervereinigung ist die Elbe wohl wieder sauber? Interessant auch die „Einflugschneise“ zu Airbus-Werft in Finkenwerder. Die Jets – frisch in den Farben der internationalen Airline-Kunden angestrichen – kommen aus Toulouse und erhalten hier ihre Innenausrüstung.

Dann der Anleger Teufelsbrück. Nun beginnt der ernsthafte Teil des Ausfluges. Über einen schier endlosen Sandweg ging es durch den Jenisch-Park. Ja, das alles hier gehört auch heute noch Baron von Jenisch aus Blumendorf bei Bad Oldesloe. Es ist langfristig an die Stadt Hamburg verpachtet. Dann das „Jenisch-Haus“. Zwei junge Damen - Doktoren der Kunstgeschichte - erwarten die Gäste aus Stormarn. Begeistert berichten sie von der Baugeschichte des Jenisch-Hauses, erklären uns die Gestaltung der Fenster, die sich wie ein Bilderrahmen zur Parkanlage öffnen und schildern das Leben des gehobenen Bürgertums im Hamburg zur Gründerzeit. Und zeigen die steile Treppe, nur 80 cm breit, die die Diener zur Versorgung der Herrschaften benutzen mussten.
Aber bei diesen Temperaturen sind doch alle froh, nach der Führung in einem kleinen Kaffee unter Bäumen im Jenisch-Park zum gemütlichen Teil des Ausfluges kommen zu können. Danach geht es vorbei an den restaurierten Insthäusern der Gutsarbeiter zum S-Bahnhof Klein-Flottbek, von dort aus schließlich wieder nach Hause.

Foto: Auf der Hafenfähre

Homepage: AG60plus - Stormarn


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