AfA Kreis Segeberg

Für Stabilität und Sicherheit in der Arbeitswelt - Faire Lebenschancen für alle

Veröffentlicht am 15.11.2017, 16:55 Uhr     Druckversion

Frank Hornschu für zwei Jahre erneut zum AfA Landesvorsitzenden gewählt

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen AfA im SPD-Landesverband Schleswig-Holstein hat in ihrer mit alle 2 Jahre stattfindenden Konferenz, am 28. Oktober 2017 in Neumünster, neben den Wahlen zum neuen Landesvorstand die Erfordernisse für mehr Stabilität und Sicherheit in der Arbeitswelt intensiv diskutiert.

Pressemitteilung hierAn der AfA-Landeskonferenz der Nord SPD nahmen der AfA-Bundesvorsitzenden Klaus Barthel, die stellv. Landesvorsitzenden der SPD-SH Bettina Hagedorn, der DGB-Nord Vorsitzenden Uwe Polkaehn und der stellv. SPD-Kreisvorsitzende aus Neumünster Volker Andresen teil. Als Gäste konnte die Konferenz Mathias Stein (MdB) und Wolfgang Baasch (MdL) begrüßen. Frank Hornschu wurde auf der AfA-Landeskonferenz in geheimer Wahl einstimmig zum Landesvorsitzenden wiedergewählt. In die Stellvertretung wurden Lena Lehmann aus dem Kreisverband Kiel und Gabriele Wegner aus dem Kreisverband Steinburg wählt. Das Interesse an der aktiven Mitwirkung im AfA-Landesvorstand ist immens, deshalb hat sich die Konferenz für eine entsprechende erweiterte Zusammensetzung ausgesprochen. Dem neuen Landes-vorstand gehören an: Almut Auerbach (KV Neumünster), Peter Casper (KV Schleswig-Flensburg), Sezai Elmali (KV Plön), Bernd Friedrichs (KV Ostholstein), Kirsten Jöhnk (KV Rendsburg-Eckernförde), Tobias Marx (KV Kiel), Dirk Stock (KV Segeberg), Kay-Uwe Dohrn (KV Pinneberg), Nils Düster (KV Lübeck), Yannic Hinz (KV Rendsburg-Eckernförde), Rico Kroll (KV Neumünster), Katharina Mahrt (KV Kiel), Nicole Petersen (KV Rendsburg-Eckernförde) und Daniela Jobke-Westhöfer (KA Segeberg). „Die wachsende Ungleichheit in unserer Gesellschaft höhlt immer mehr den sozialen Zusammenhalt aus, schwächt zunehmend die wirtschaftliche und innovative Leistungsfähigkeit und führt zu einer verstärkten Polarisierung“, so Frank Hornschu, Landesvorsitzender der AfA in der Nord SPD. Die Teilnehmer*innen der AfA-Landeskonferenz sprachen sich deshalb für einen grundlegenden Kurswechsel aus: Faire Lebenschancen für alle!

Kurswechsel der SPD ist notwendig

„Die steigende Verunsicherung ist nicht nur ein „Gefühl“, sie ist für Hunderttausende in Schleswig-Holstein täglich Realität. Zwar ist auch im Land zwischen den Meeren die wirtschaftliche Entwicklung scheinbar robust, die E-werbslosigkeit so niedrig wie vor 25 Jahren - bei genau Betrachtung stellen wir allerdings fest, dass etwa die Hälfte aller Beschäftigten nicht genau wissen, ob sie übermorgen überhaupt noch eine Erwerbsarbeit zu ihrer Existenzsicherung haben.

Hunderttausende in unserem Land können kaum bis nichts zurücklegen, trotz harter Arbeit haben sie keine Möglichkeit Geld zur eigenen Qualifizierung oder zur voll umfänglichen gesellschaftlichen Teilhabe auszugeben, immer mehr Kinder leben in Armut oder sind unmittelbar davon betroffen, gerade ihnen eröffnet die Gesellschaft die schlechtesten Startchancen in der Schule, in den Lernerfolgen, auf dem Arbeitsmarkt... diese Umstände sind für unsere Gesellschaft sehr gefährlich“, begründet Hornschu den angestrebten Kurswechsel. Zur konsequenten Reduzierung der Ungleichheit und der Verunsicherung muss die Unordnung in der Wirtschafts- und Arbeitswelt umgehend beseitigt werden. Hornschu ist überzeugt: „Diese Unordnung ist Gift im bestehenden Wandel und in Zeiten der digitalen Transformation - am Ende werden alle leiden.“ Der Ausbau von Stabilität und Sicherheit auf den Arbeitsmarkt ist dazu zentral und bedingungslos. Es gilt die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen im bundesdeutschen Arbeits- und Sozialrecht neu zu justieren. „Faire Lebenschancen für alle, heißt für uns unter den Prämissen des sozialen Zusammenhalt, der ökologischen Nachhaltigkeit und der wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Sozialdemokratie in der kommenden Zeit konkrete Vorschläge zu unterbreiten“, kündigt Hornschu das auf der Konferenz besprochene Maßnahmenbündel an.

AfA wird sich intensiv in die Kommunalwahlen einbringen Zeitgleich werden sich die Mitglieder der AfA aus ganz Schleswig-Holstein aktiv in den bevorstehenden Kommu-nalwahlen einbringen. „Denn die Verunsicherten, die schlecht Bezahlten und schlecht Beschäftigten leben vor Ort, in unseren Städten und Gemeinden“, so Hornschu, und weiter: „Gute Arbeit - mindestens sozialversichert, tarif-gebunden und mitbestimmt - lässt sich mit anständigen und vernünftigen Unternehmen, Betriebsinhabern, Hand-werkern etc. vorantreiben. Denn sie dürften ein Interesse an der Fachkräftesicherung und Nachwuchsgewinnung, an einer gelingenden digitalen Transformation, an der Aufrechterhaltung von sehr guter Leistungen, hoher Qualität und exzellenter Innovation haben. Sie können davon überzeugt werden, dass eine gespaltene, verdrossene, ag-gressive Gesellschaft, ein abgemagerter öffentlichen Dienst, eine ungerechte und unordentliche Marktkonkurrenz und demotivierte und dauergestresste Beschäftigten, Abschottung nach außen und mangelhafte Integration nicht gut für die eigene Geschäfte sind.“ Die AfA in Schleswig-Holstein verfügt über die erforderlichen Kompetenzen. In dieser Arbeitsgemeinschaft bündelt sich der Fach- und Sachverstand, sie setzt sich aus Arbeitnehmer*innen, Betriebsräten, Gewerkschaftern und Kommunalpolitiker*innen zusammen. Die AfA ist damit flächendeckend fest vor Ort und in den Betrieben und Dienst-stellen verankert.

Homepage: AFA-Schleswig-Holstein


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