SPD: Golf- und Wohnpark Bissenmoor soll Wohngebiet bleiben

Veröffentlicht am 25.04.2018, 18:08 Uhr     Druckversion

SPD lehnt Forderung der FDP nach Gewerbegebiet im Süden der Stadt ab

Bad Bramstedt. Die Bad Bramstedter SPD lehnt das seitens der FDP vorgeschlagene Gewerbegebiet im Süden der Stadt ab. SPD-Kandidatin Karin Steffen: „Die einzig freie Fläche auf Bad Bramstedter Stadtgebiet ist die landwirtschaftliche Fläche zwischen B4 und dem Golf- und Wohnpark Bissenmoor. Dieses Areal, das auch noch Wasserschutzgebiet ist, finden wir völlig ungeeignet als neues Gewerbegebiet, wie die FDP es in ihrem Programm fordert. Der Golf- und Wohnpark im Grünen ist seinerzeit als Sonderprojekt im Außenbereich der Stadt genehmigt worden, da kann man jetzt nicht einfach Gewerbegebiete daneben setzen. Das machen wir als SPD jedenfalls nicht mit.“

 Die SPD hatte kürzlich in einem Chat mit der FDP versucht, Klarheit über deren Absichten zu gewinnen. Das aber, so ergänzt Pressesprecher Jan-Uwe Schadendorf, blieb unergiebig. „Eine klare Aussage, welche Flächen es denn sein sollen, war von den Liberalen nicht zu erhalten. Der konkreten Nachfrage wurde ausgewichen.“

Ebenso hat die SPD erhebliche Zweifel, ob die von der CDU und FDP propagierten Gewerbegebiete am neuen Autobahnkreuz A7/A20 für Bad Bramstedt möglich sind. Karin Steffen: „Das mag ja verkehrstechnisch alles denkbar sein. Nur - auf Bad Bramstedter Gelände bewegen wir uns da in weiten Bereichen in Natur- und Landschaftsschutzgebieten oder Biotopverbundsystemen. Der Bau der Grünbrücke über die A7 südlich der Anschlussstelle Bad Bramstedt zeigt das aktuell für jedermann ersichtlich sehr deutlich. Und wir finden es gut, dass es dieses Stück Natur in unserer Nähe gibt.“ Denkbare, größere Gewerbegebiete direkt an der A20 befänden sich alle auf Schmalfelder oder Lentföhrdener Gemeindegebiet. Darüber könne die Politik in Bad Bramstedt nicht verfügen.

Die SPD sieht weitere Flächen in Bad Bramstedt für Gewerbe als erforderlich an, will aber nicht in einen Wettbewerb mit Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen um immer neue und immer größere Industrie- und Gewerbegebiete treten. „Wir sind ein bedeutender Gesundheitsstandort. Das sollten wir stärken. - Wir sind ein schöner Ort zum Wohnen und Leben mit grüner Umgebung.  Das wollen wir erhalten. Augenmaß ist gefragt, nicht Wachstum um jeden Preis.“

Die Stadt Bad Bramstedt müsse erst einmal einen neuen Flächennutzungsplan aufstellen. „Mit intensiver Einbindung der Bürgerinnen und Bürger!“, so Karin Steffen, „erst dann geht es Schritt für Schritt weiter.“




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