CDU und SPD fordern Senkung der Kreisumlage für 2020

Veröffentlicht am 06.09.2019, 20:18 Uhr     Druckversion

STefan Brumm , Jan-Uwe Schadendorf

Bad Bramstedt soll mehr Geld behalten können

Bad Bramstedt.  Das Wohl der Stadt fördert in Bad Bramstedt immer wieder parteiübergreifende Zusammenarbeit zu Tage, die man in anderen Orten kaum kennt.

So fordern jetzt CDU und SPD in einer gemeinsamen Presseerklärung die Senkung der Kreisumlage für das Jahr 2020 um mindestens einen Prozentpunkt.

Stefan Brumm (Fraktionsvorsitzender der CDU): „Der Kreis muss sich auf die Kernaufgaben konzentrieren und dafür effiziente Verwaltungsstrukturen schaffen. Es ist unverständlich, dass er uns über die Kreisumlage städtische Mittel entzieht um dann „gönnerhaft“ zum Beispiel Förderprogramme auch für unsere stadteigene Radinfrastruktur aufzulegen oder 3 Mio. €, wie die Presse es betitelte, „als warmen Geldregen“, einfach wieder ohne Zweckbindung, an die Kommunen im Kreis verteilt.“

Sein Kollege von der SPD, Jan-Uwe Schadendorf: „Derzeit müssen wir als Stadt Bad Bramstedt jährlich 5,5 Mio. EUR als Umlage an den Kreis abführen, bei einer Kreisumlage von 33,25% auf unsere Realsteuereinnahmen. Jeder Prozentpunkt Senkung bringt uns rund 165.000 EUR jährlich, die wir dringend brauchen können. Der Kreis Stormarn kommt mit 31,25% aus, dass kann auch der Kreis Segeberg schaffen!“

Die beiden Kommunalpolitiker weisen darauf hin, dass Bad Bramstedt alles andere als reich sei. Noch vor wenigen Jahren habe man finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen müssen, weil der Haushalt Fehlbeträge auswies. In diese Lage wolle man nicht wieder rutschen, habe aber mit dem Ausbau der Kindertagesstätten, der Schulen und der Straßen große Aufgaben zu bewältigen. Dafür werden die eigenen Gelder dringend benötigt.

Brumm und Schadendorf hoffen, dass sich viele Gemeinden und Städte im Kreis diesem Ruf nach Senkung der Kreisumlage anschließen und man gemeinsam Gehör bei den Kreispolitikern findet.




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