Kommentar zum heutigen Artikel in der Segeberger Zeitung:

Veröffentlicht am 13.03.2020, 13:23 Uhr     Druckversion

Traurig nehmen wir zur Kenntnis, wie wenig Wertschätzung die Bad Bramstedter FDP und auch Teile der Umlandbürgermeister der Arbeit unserer Verwaltung entgegen bringen. Fast 100 Menschen arbeiten dort momentan täglich zum Wohle unserer Stadt, und nun stehen Vorwürfe im Raum, dass hier mit Absicht Projekte verzögert würden. Das kann nicht kommentarlos hingenommen werden.

Bei der JFS geht es nicht nur um einen Schulhof, sondern um ein komplettes energetisches Sanierungskonzept so wie die Möglichkeiten, noch Räume anzubauen und somit mehr Platz und mehr Qualität für den Unterricht zu schaffen. Es macht keinen Sinn, den Schulhof jetzt aufzureißen, solange dieser nachhaltige Plan für die Zukunft nicht fertig ist. Und an diesem Plan, der nunmal nicht in wenigen Tagen zu erstellen ist, arbeitet das Bauamt mit Hochdruck, wofür wir als SPD uns ausdrücklich dort bedanken wollen.

Bezüglich der Pläne für Weddelbrook ist es kein Geheimnis, dass wir diese ablehnen. Die Nachteile, die sich auf mehreren DIN A4 Seiten zusammen fassen lassen, überwiegen bei Weitem und wir stellen das Wohl der Kinder und auch die faire Verteilung von Finanzmitteln zurecht in Frage. Noch mehr Sorgen bereitet uns jedoch die Rechtsauffassung der FDP und einiger Umlandbürgermeister. Die Versuche, das korrekte Ausschreibungsverfahren für den Busverkehr zu umgehen, befinden sich mittlerweile an der Grenze der legalen Grauzone und diese Arbeitsweise scheint sich auch weiter fort zu setzen. Dass unsere Bürgermeisterin unter anderem mit falschen Vorwürfen nun dazu gezwungen werden soll, diesen nicht-rechtskonformen Weg ebenfalls zu beschreiten, können wir nur ablehnen und scharf verurteilen. Ein triftiger Grund für die plötzliche Eile, Storchennestkinder ohne ausgereiftes Konzept noch schnell vor den Sommerferien nach Weddelbrook bringen zu wollen, wurde uns bislang nicht genannt.

Ein Schlusswort zum „Kuschelkurs“ sei noch erlaubt: Es ist richtig, dass wir als SPD meistens gut mit unserer Bürgermeisterin zusammenarbeiten, an der wir besonders schätzen, dass sie das Herz am rechten Fleck hat. Und so soll es auch sein. Was uns Sorge bereitet, ist, dass einige Bad Bramstedter Stadtverordnete es offenbar vorziehen, lieber mit anderen Bürgermeistern gemeinsame Sache zu machen. Dafür wurden sie von unseren Mitbürgern nicht gewählt. Ein Bad Bramstedter Stadtverordnete hat in erster Linie die Interessen seiner eigenen Stadt zu vertreten. Wir als SPD stehen, so wie es sich gehört, hinter unserer eigenen Verwaltung und hinter unserer eigenen Stadt. Das gilt auch für die anstehenden schwierigen Zeiten im Umgang mit dem Corona-Virus, welches unsere Mitarbeiter vor ganz neue Herausforderungen stellen wird.




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