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SPD: Kein Fracking unter Bad Bramstedt - CDU muss Stellung beziehen

Veröffentlicht am 05.03.2013, 01:47 Uhr     Druckversion

Bad Bramstedt. Die Bad Bramstedter SPD sieht mit großer Sorge die Bemühungen einiger Ölkonzerne auch in Deutschland mit der sogenannten Fracking-Methode Öl aus tiefen Gesteinsschichten an die Oberfläche zu fördern. Hans-Werner Park, Stadtverordneter und Mitglied im Umweltausschuss der Stadt „Bei dieser Methode werden mit Chemikalien versetztes Wasser in die Erde gepresst mit hohem Risiko für unsere Grundwasserversorgung. Das Gebiet, dass die Konzerne jetzt untersuchen wollen, umfasst auch das Wasserschutzgebiet Bad Bramstedt-Lentföhrden. Da muss höchste Aufmerksamkeit herrschen.“

Entsetzt ist die Bad Bramstedter SPD, dass der CDU-Bundestagsabgeordnete und Bad Bramstedter Ortsvorsitzende, Dr. Rolf Koschorrek, am 13.12.2012 im Bundestag für das Fracking gestimmt hat. Park: „Die örtliche CDU steht in der Pflicht, den Bürgern unserer Stadt zu erklären, was sie will. Will sie mit uns zusammen gegen Fracking unter Bad Bramstedts Grund und Boden agieren oder will sie ihrem Ortsvorsitzenden und seinen CDU-Kollegen folgen?“
Um das zu Hinterfragen hat die SPD zur nächsten Stadtverordnetenversammlung eine Antrag vorgelegt, in dem sich die Stadtverordnetenversammlung hinter die Beschlüsse des Landtages in KIel stellen soll. Park „Dann wollen wir sehen, wo die Bad Bramstedter CDU beim Thema Fracking stehen will. Hinter Koschorrek oder hinter der Mehrheit des Landes.“

Die „Fracking-Methode“, um unkonventionelle Gasvorkommen auszuschöpfen, ist umstritten, weil die Auswirkungen auf die Umwelt kaum erforscht sind. Bei dieser wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem hydraulischen Druck in den Untergrund gepresst, um tief liegende Gesteinsformationen aufzubrechen und das Gas herausströmen zu lassen. Das Umweltbundesamt hatte im Dezember eine Studie mit erheblichen Bedenken vorgelegt.

Seit Anfang November bekannt ist, dass der kanadische Konzern PRD Energy einen Antrag für eine „Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen“, also Erdöl und Erdgas, für das sogenannte „Erlaubnisfeld Bramstedt“ gestellt hat.

Dass hierzu auch fraktionsübergreifende Mehrheiten organisiert werden können, hat der schleswig-holsteinische Landtag gezeigt. Am 12. Dezember 2012 gaben die Parlamentarier der Landesregierung einstimmig den Auftrag „keine Genehmigungen für die Aufsuchung und Erkundung unkonventioneller Erdgas- und Erdöllagerstätten unter Einsatz von umweltgefährdenden Substanzen“ zu erteilen. Auch der Segeberger Kreistag hatte sich einige Tage zuvor entsprechend positioniert.

„Trotzdem haben die CDU-Bundestagsabgeordneten aus Schleswig-Holstein einschließlich Dr. Koschorrek für das Fracking gestimmt“ so Hans-Werner Park „die Beweggründe sind nicht erkennbar. Aber die Bad Bramstedter Öffentlichkeit hat ein Recht auf Erklärung.“
Auch die jüngsten Nachrichten aus Berlin, dass für Fracking weitere Auflagen verfügt werden sollen, beruhigen Park nicht wirklich. „Es gibt völlig unterschiedliche Auffassungen zwischen Wirtschaftsminister Rösler und Umweltminister Altmeier. Wer sich da durchsetzt, steht noch in den Sternen. Ankündigungspolitik kennen wir aus Berlin zur genüge. Was hilft eine größere Vorsicht bei Wasserschutzgebieten, wenn in unmittelbarer Nähe gebohrt werden darf? Man muss absolut wachsam bleiben, wir als SPD Bad Bramstedt sind es.“

Umweltbundesamt zum Fracking


3Sat über den Film "Gasland"


ZDF-Bericht

Homepage: SPD Bad Bramstedt


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