Andreas Beran

Luftfrachtzentrum

Pressemitteilung zum Pressegespräch zur Flughafenentwicklung

mit dem Bürgerschafts- und Wahlkreisabgeordneten Gunnar Eisold, SPD und dem Mitglied des Landtags Schleswig-Holstein Andreas Beran.
„Die Planungen für ein LKW-Frachtzentrum im südlichen Flughafenumfeld – und damit mitten in der Stadt - sind für uns nicht nachvollziehbar,“ kritisieren Gunnar Eisold, Wahlkreisabgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und Andreas Beran, Mitglied des Landtags Schleswig Holstein.
Anlass für die Kritik ist die Absicht der Flughafen GmbH statt auf einen Ausbau des Luftfrachtstandorts Norderstedt zu setzen, ein eigenes Luftfrachtzentrum auf den heutigen Holiday-Parkplätzen in Groß Borstel auf 55.000 qm zu errichten.
Die Planungen der Flughafen GmbH leiten zusätzlichen LKW-Verkehr in und durch die Stadt. Die Konzeption eines LKW-Frachtzentrums mitten in der Stadt ist verkehrspolitisch von vorgestern.
„In Norderstedt stehen direkt am Flughafen und mit Anbindung an die Autobahn A7 ausreichend Flächen für einen Ausbau der Luftfracht zur Verfügung, diese sollen genutzt werden,“ fordert Andreas Beran.
Eisold und Beran fordern die Bürgermeister von Hamburg und Norderstedt, von Beust und Grote, auf, die Planungen der FHG zu stoppen.

Gunnar Eisold und Andreas Beran

SPD: Konkurrenz für World Cargo Center

Von Wolfgang Klietz

vom Hamburger Abendblatt - Norderstedt -

Für Jürgen Lange von der Norderstedter SPD sind die Pläne des Hamburger Flughafens nicht logisch. Der Airport will im Hamburger Stadtteil Groß Borstel ein neues Luftfrachtzentrum bauen und dafür reichlich Parkplätze opfern. Gleichzeitig hat die Flughafengesellschaft angefragt, ob sie beim Nordport-Tower an der Niendorfer Straße ein Parkhaus bauen dürfe.

Außerdem befürchten Lange, der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Beran und der Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Gunnar Eisold (SPD), dass ein neues Luftfrachtzentrum in Hamburg unter der Regie des Flughafens dem Norderstedter World Cargo Center (WCC) das Wasser abgraben könnte. Noch ist das nagelneue WCC nicht einmal ausgelastet. Lange geht sogar davon aus, dass es für Jahrzehnte das gesamte Luftfrachtaufkommen Hamburgs verkraften könnte. Für Norderstedt sprächen darüber hinaus die gute Verkehrsanbindung an die Autobahn 7. Eisold: "Der Verkehr wird weitgehend mit Lkw abgewickelt."

Doch Lange fürchtet nicht nur die Konkurrenz, sondern auch zusätzliche Lärmbelastung für Norderstedt. Wenn in Hamburg das neue Luftfrachtzentrum gebaut werde, könnte es zu einer Verschiebung der Startbahn in Richtung Norden kommen. Auch das Motiv des Flughafens ist für Politiker klar: Ein eigenes Luftfrachtzentrum wäre eine gute Einnahmequelle.

Lange, Beran und Eisold raten dem Hamburger Senat dazu, als Anteilseiger der Flughafengesellschaft die Pläne zu stoppen. Die Landesregierungen in Hamburg und Schleswig-Holstein sowie die Stadt Norderstedt müssten gemeinsam Lösungen finden. Es gehe um nachbarschaftliche Zusammenarbeit in der Metropolregion, die von Regierungschefs Ole von Beust (CDU) und Peter Harry Carstensen (CDU) immer wieder beschworen worden sei.

Was Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler von der Zusammenarbeit hält, steht für den Norderstedt Jürgen Lange fest: "Seine Metropolregion hört fünf Meter hinter der Hamburger Landesgrenze auf."

erschienen am 7. März 2009

 

Luftfrachtzentrum statt Holidayparkplätze am Flughafen

250.000 Tonnen - so hoch ist etwa der jährliche Bedarf an Luftfrachttransporten in der Metropolregion Hamburg. Da die vorhandenen Luftfrachtgebäude auf dem Gelände des Flughafens schon längere Zeit nicht mehr ausreichen, will die Flughafen GmbH ein zusätzliches Frachtzentrum errichten. Wie der Senat in der Antwort auf meine Kleine Anfrage bestätigte, wurden die Vertreter der Stadt Hamburg im Aufsichtsrat des Flughafens im Herbst 2008 darüber informiert, dass für die Erweiterung nun doch nicht die Kapazitäten das World Cargo Centers in Norderstedt genutzt werden sollen, das direkt am Flughafen auf Norderstedter Gebiet liegt - mit guter Anbindung an die A7. Vielmehr beabsichtigt der Flughafen ein eigenes Luftfrachtzentrum in Hamburg zu errichten. Hierfür sollen die 55.000 Quadratmeter großen Holiday-Parkflächen am Weg beim Jäger in Groß Borstel weichen. Klar ist sicherlich, dass für die Luftfracht langfristig weitere Kapazitäten geschaffen werden müssen. Genauso klar ist aber, dass die Versprechungen von Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen über eine gemeinsame Metropolregionplanung auch für den Hamburger Flughafen gelten müssen.

Gut 75% der Luftfracht werden nicht mit dem Flugzeug transportiert, sondern mit dem LKW über die Straße. Deshalb würde ein LKW-Frachtzentrum mitten in der Stadt unvermeidlich zusätzlichen LKW-Verkehr in und durch die Stadt hindurch bedeuten. Nach gemeinsamer Auffassung von meinem schleswig-holsteinischen Landtagskollegen, des SPD-Abgeordneten Andreas Beran und mir muss deswegen länderübergreifend geplant werden. Ein gutes Argument liegt auf der Hand: Das bereits vorhandene Luftfrachtzentrum in Norderstedt verfügt über große Reservekapazitäten und kann den LKW-Verkehr zudem autobahnnah abwickeln. Verkehrspolitisch ist dieser Standort die erheblich bessere Wahl. Eine „zukunftsfähige Infrastruktur für das zu erwartende Luftfrachtwachstum des Metropolflughafens Hamburg“, die Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Flughafen, eigenen Angaben zufolge schaffen will, muss nach meiner Meinung auch die Interessen der Menschen im Flughafenumfeld berücksichtigen. Dass dies bislang leider nicht geschieht, zeigen die Probleme mit den Ferienparkern in den Wohngebieten, die der Flughafen nicht als sein Problem ansieht. Erst recht gilt dies, wenn der Flughafen jetzt auch den LKW-Verkehr durch die umliegenden Stadtteile schicken will. Polemisch formuliert: Die Flughafeneigentümer machen Gewinn, die Anwohner haben die Probleme und müssen Wertminderungen an ihrem Eigentum hinnehmen. So geht das nicht.

 
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