SPD Fahrenkrug

┬äGastschulabkommen" aus den W├Ârterb├╝chern tilgen

Veröffentlicht am 01.03.2012, 13:31 Uhr     Druckversion

Rabe, Albig, Weber SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig und Hamburgs Schulsenator Ties Rabe wollen Schulpolitik in guter Nachbarschaft zwischen Schleswig-Holstein und der Hansestadt. Beide Politiker zeigten sich darin einig, dass gute Bildung die Voraussetzung ist f├╝r eine erfolgreiche und wirtschaftlich starke Region. Albig und Rabe diskutierten mit dem SPD-Wahlkreiskandidaten Stefan Weber unter der Leitung des Landtagsabgeordneten Henning H├Âppner am 28. Februar im B├╝rgerhaus Ellerau.

Der Schulwechsel soll nach Ansicht Torsten Albigs k├╝nftig keine H├╝rde f├╝r die Kinder sein, wenn Eltern ├╝ber die Landesgrenze umziehen m├╝ssen. ┬äMenschen in der Region erleben diese als ihre zusammen geh├Ârende Heimat und erwarten, dass Politik sie ebenfalls als einen Raum sieht", mahnte er zu mehr B├╝rgern├Ąhe. Die Schulsysteme sollten einander angeglichen werden und die Lehrpl├Ąne m├╝ssten zwischen den Bundesl├Ąndern besser abgestimmt werden.

F├╝r den Konflikt um das Gastschulabkommen strebt der SPD-Kandidat eine dauerhafte L├Âsung an. ┬äDas Wort Gastschulabkommen muss aus den W├Ârterb├╝chern getilgt werden", brachte Torsten Albig die Stimmung der Versammlung auf den Punkt. Um die Kosten f├╝r den Schulbesuch im jeweils anderen Bundesland hatte es in den letzten Jahren wiederholt Auseinandersetzungen gegeben. Senator Rabe zeigte sich zuversichtlich, das Problem nach der Landtagswahl einvernehmlich l├Âsen zu k├Ânnen.

Die Zukunft geh├Âre dem zweigliedrigen Schulsystem, zeigte er sich ├╝berzeugt. Daf├╝r spreche auch die gute Akzeptanz der Stadtteilschulen in Hamburg. Neben den r├╝ckl├Ąufigen Sch├╝lerzahlen spr├Ąchen auch p├Ądagogische und organisatorische Gr├╝nde f├╝r die Kombination aus achtj├Ąhrigem Gymnasium und einer Schulform, die in neun Jahren zum Abitur f├╝hrt.

┬äDieser zweite Weg gewinnt an Attraktivit├Ąt, wenn er mit der Oberstufenperspektive verbunden ist", erl├Ąuterte der Schulsenator. Inzwischen seien alle Bundesl├Ąnder auf dem Weg zu einem zweigliedrigen System. ┬äGute Schule bringt auch was", ist seine ├ťberzeugung. Bildung sei verantwortlich f├╝r den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. In der Metropolregion gebe es eine wachsende Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkr├Ąften.

Stefan Weber, Landtagskandidat der SPD im Wahlkreis Segeberg West, erwartet, dass sich die Regionalschulen in Schleswig-Holstein zu Gemeinschaftsschulen weiter entwickeln werden.

Dabei verweist er auf die guten Erfahrungen mit der Schule in Kisdorf, „die ein unschlagbares Modell darstelle".

Spitzenkandidat Torsten Albig musste auch zur Finanzierung des Bildungssystems Stellung nehmen. ┬äKonservative haben nur eine Antwort auf die Verschuldung des Landes ┬ľ weniger Lehrerstellen", kritisierte er die schwarz-gelbe Landesregierung. Er warnte vor den hohen Folgekosten. Wenn junge Leute unter ihren M├Âglichkeiten ausgebildet w├╝rden, w├╝rden sie sp├Ąter weniger verdienen und weniger Steuern zahlen. Im Extremfall w├╝rden sie langfristig auf Sozialleistungen angewiesen sein. Das belaste die ├Âffentlichen Haushalte auf Dauer.

Albig k├╝ndigte an, bei r├╝ckl├Ąufigen Sch├╝lerzahlen jede zweite rechnerisch frei werdende Lehrerstelle wieder zu besetzen. Die ├╝brigen w├╝rden der Entlastung des Haushaltes dienen. ┬äDas eine ist im Haushalt schnell sp├╝rbar, das andere sorgt f├╝r langfristige Entlastung", erl├Ąuterte er seine Philosophie. Bildung werde vom ersten bis zum letzten Tag der Legislaturperiode Thema des Ministerpr├Ąsidenten sein, k├╝ndigte er an.

Wahlkreiskandidat Stefan Weber wies auf die Bedeutung der fr├╝hkindlichen Bildung hin. Die Kindertagesst├Ątte sollte wohnortnah ┬äim Dorf" angeboten werden. Dort w├╝rden Bildung und soziales Verhalten vermittelt. Er regte an, dass Firmen Kindergartenpl├Ątze in der Region f├╝r die Kinder ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finanzieren k├Ânnten. Betriebskinderg├Ąrten w├╝rden nicht so gut angenommen, da die Kinder oft aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen w├╝rden.

Bildungssenator Ties Rabe betonte: ┬äBildung muss so fr├╝h wie m├Âglich beginnen." Als ┬äkatastrophalen Fehler" kritisierte er die Pl├Ąne der Bundesregierung, Eltern finanziell zu belohnen, wenn sie ihre Kinder nicht in den Kindergarten schicken.

Foto: Ties Rabe, Torsten Albig, Stefan Weber (v.l.)

Homepage: SPD-Segeberg


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