SPD Fahrenkrug

Klares Votum: 91,7 Prozent für Thönnes

Veröffentlicht am 05.12.2012, 15:27 Uhr     Druckversion

Danhier, Tönnes, Weber, Wagner Delegierte aus den Kreisen Segeberg und Stormarn statteten den SPD-Bundestagsabgeordneten mit einem überzeugenden Vertrauensvotum aus.„Das ist ein starkes Ergebnis und ein schöner Vertrauensbeweis“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes nach der Auszählung der Stimmen. Bei seiner nunmehr sechsten Kandidatur für den Wahlkreis 8, Segeberg-Stormarn-Mitte, votierten am 4. Dezember 2012 in Henstedt-Ulzburg, 99 von 108 Delegierten bei sieben Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen, für Franz Thönnes. Zuvor hatte er in seiner 30 minütigen, immer wieder von Beifall unterbrochenen Rede für eine SPD-geführte Regierung geworben, die Schwarz-Gelb endlich ablöse. Die Konferenz im Bürgerhaus in Henstedt-Ulzburg wurde von den SPD-Kreisvorsitzenden Susanne Danhier aus Stormarn und Stefan Weber aus Segeberg eröffnet. Die Norderstedter SPD-Vorsitzende Katrin Fedrowitz leitete das Präsidium.

In seiner Rede zog Thönnes zum einen Bilanz, stimmte aber auch die Genossen auf die bevorstehenden Wahlen ein. So zeigte er sich erfreut, dass die von ihm gestarteten Initiativen der „Runden Tische – Arbeit für Alleinerziehende – Kinderbetreuung organisieren“ in Stormarn und Segeberg sich jetzt positiv in Verantwortung der Kreisgleichstellungsbeauftragten weiterentwickeln. Häufig könne eine neue Stelle nicht angetreten werden, weil gerade kein Krippenplatz vorhanden ist. Das Motto, so Thönnes, ist: „Eine mögliche Arbeitsaufnahme darf nicht an fehlender Kinderbetreuung scheitern.“ Auf große Zustimmung stieß die von Thönnes ausgesprochene Ablehnung des gerade beschlossenen Betreuungsgeldes. „Wir brauchen keine Herdprämie, sondern mit Krippenplätzen ein möglichst frühes Betreuungs- und Bildungsangebot für unsere Kinder“, zeigte sich der Bundespolitiker überzeugt. Ein weiterer Erfolg sei, dass man es geschafft die beiden Mehrgenerationenhäuser in Bad Oldesloe und Kaltenkirchen zu erhalten sowie in Henstedt-Ulzburg ein neues hinzuzubekommen, obwohl die Merkel-Regierung das Förderprogramm streichen wollte. „Drei Mehrgenerationenhäuser in einem Wahlkreis sei ein Unikat“, so der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär.

Für Thönnes ist klar, dass für die SPD im Wahlkampf die soziale Gerechtigkeit im Mittelpunkt stehen muss. „Der Kampf gegen Altersarmut beginnt beim Kampf gegen Einkommensarmut. Wir brauchen einen gesetzlichen Mindestlohn und gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Es ist ein Unding, dass Frauen heute im Durchschnitt immer noch 23 Prozent weniger erhalten als Männer“. Man dürfe sich auch nicht, wie die Konservativen mit 3,9 Prozent Arbeitslosigkeit in Stormarn und 4,4 Prozent in Segeberg abfinden. Das sind immer noch 10.000 Menschen ohne Arbeit. „Und darunter sind gerade die, die besonders unsere Unterstützung bedürfen“, meinte der SPD-Bundestagsabgeordnete. Hier forderte er ein Programm für den sozialen Arbeitsmarkt, um denen zu helfen, die lange Zeit aufgrund von Alter, Krankheit oder fehlenden Qualifikationen arbeitslos sind. Die Beschäftigung sollte über Lohnkostenzuschüsse an Arbeitgeber erfolgen. Ebenso seien die Sozialkaufhäuser in Bad Segeberg und Kaltenkirchen gute Beispiele für Arbeitsangebote. „Integration und Inklusion sind unsere Ziele“, unterstrich der Sozialdemokrat. Gleichzeitig griff er die steigenden Wohnungsmieten im Wahlkreis auf. „Wir müssen dafür sorgen, dass Wohnen bezahlbar bleibt“, so der Ammersbeker Bundestagsabgeordnete. Dafür gelte es die Mittel für die Städtebauförderung und das Programm „Soziale Stadt“ aufzustocken. Auch dürften die Kosten für Hausrenovierung und energetische Sanierung nicht einseitig von Vermietern auf die Mieter abgewälzt werden.

Schließlich spannte der Ammersbeker Politiker auch den Bogen zur großen Politik und unterstrich mit einem klaren Bekenntnis zu Europa den Antrieb für seine erneute Kandidatur: „Nicht die Finanzjongleure und Spekulanten dürfen in Europa das sagen haben. Es geht um Demokratie und darum den Vorrang der Politik wieder herzustellen, dafür will ich mit euch kämpfen.“

Ausdrücklich wies Thönnes auf die Bedeutung der Erststimme bei der Bundestagswahl hin. Ernsthafte Aussichten im Wahlkreis direkt gewählt zu werden hätten nur die Kandidaten der beiden großen Volksparteien. Deshalb stellte er klar: „Bei der Wahl des Direktkandidaten geht es um genau eine Entscheidung: Entweder man wählt konservativ oder sozialdemokratisch-fortschrittlich. Das gilt es deutlich zu machen. Ich will diesen Wahlkreis wieder direkt gewinnen und das schaffen wir gemeinsam, wenn wir den Menschen die Alternativen klar aufzeigen“, betonte der 58-jährige Bundestagsabgeordnete unter dem Jubel der Delegierten. Am Ende seiner Rede rief Thönnes den Delegierten zu „Gemeinsam mit Peer Steinbrück und einer Rot-Grünen Koalition werden wir im September 2013 die schlechteste Bundesregierung seit der Wiedervereinigung ablösen und für einen Politikwechsel sorgen, der wieder wirtschaftlichen Erfolg, sozialen Zusammenhalt und ökologische Nachhaltigkeit sinnvoll miteinander verknüpft.“

Der lang anhaltende Beifall ließ das folgende gute Ergebnis bereits erahnen. Thönnes hatte einmal mehr das Vertrauen und die Herzen seiner Parteifreunde gewonnen. Die beiden SPD-Kreisvorsitzenden Stefan Weber und Susanne Danhier überreichten dem frisch gekürten Kandidaten, einen roten Schal und ein Paar rote Socken, damit die Gesundheit bei den kommenden Aktivitäten in den Fußgängerzonen und auf den Marktplätzen erhalten bleibt. Mit der vom Juso-Landesvorsitzenden Alexander Wagner an den Hobby-Segler Thönnes übergebenen Schiffsglocke wurde schließlich der Bundestagswahlkampf 2013 buchstäblich eingeläutet

Foto von links: Susanne Danhier, Franz Thönnes, Stefan Weber, Alexander Wagner, JUSO-Landesvorsitzender

Homepage: SPD-Segeberg


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