SPD fordert den Neubau 'echter' Sozialwohnungen in Stadt und Land

Veröffentlicht am 03.03.2017, 17:40 Uhr     Druckversion

Kieler Modell (c) Wankendorfer Baugenossenschaft eG

Bad Bramstedt. Die Sozialdemokraten der Rolandstadt wollen, dass im B-Plan Bimöhler Straße und am Düsternhoop echte Sozialwohnungen geschaffen werden und nicht nur Wohnraum, der für einige Jahre ein wenig sozial erscheint.

Der stellvertretende Fraktionssprecher Jan-Uwe Schadendorf. „Wir wollen Mieten sehen, die den Vorgaben des Landes für den sozialen Wohnungsbau entsprechen, also von ca. 5,50 EUR/qm im ersten Förderweg für die besonders knappen Einkommensschichten und von rund 7 EUR/qm für die sogenannten „Normalverdiener“. Und wir wollen Mietpreisbindungen von 20 und 35 Jahren sehen. Alles andere erfüllt nicht das Ziel, dass wir uns gesetzt haben, als wir für den B-Plan Bimöhler Straße Flächen für den sozialen Wohnungsbau beantragt und festgesetzt haben.“

Diesen Vorgaben entsprächen die in den bisherigen Ausschusssitzungen beratenen Pläne eines Investors noch nicht. Mit einer Mietpreisbindung von nur 10 Jahren und den bislang höheren Mietpreisvorstellungen werde das Ziel der SPD, wieder mehr kostengünstigen Wohnraum in Bad Bramstedt bereit zu stellen, nicht erfüllt. Schadendorf: „Der städtebauliche Vertrag für die Bimöhler Straße ist eindeutig. Es müssen echte Sozialwohnungen dort entstehen und nicht ‚ein bisschen“ soziale Wohnungen.“ Die SPD hofft, dass auch die anderen Parteien dabei bleiben, diese mit dem Erschließungsträger vertraglich vereinbarten Ziele durchzusetzen und nicht zurückzuweichen.

Auch für den Bereich Düsternhoop – ehemaliges Gelände der Bundespolizei – denkt die SPD an den Bau kostengünstigen Wohnraums. Dort müsse man mit Wohnungsunternehmen reden, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Die Stadt Bad Bramstedt habe nur unter der Voraussetzung, dort günstigen Wohnraum zu schaffen oder schaffen zu lassen, die Fläche zu einem absoluten Vorzugspreis erhalten. Jetzt müsse man Taten folgen lassen.

Schadendorf: „Wer allein schon die Themen Altersarmut oder die Probleme von Alleinerziehenden mit Kindern ernst nimmt, der kann zu keinem anderen Schluss kommen, als dass bezahlbarer Wohnraum dringend erforderlich ist.“

Im Übrigen sei es nicht nur Aufgabe der Stadt Bad Bramstedt, für Sozialwohnungen zu sorgen. Die aktuelle Kritik des Kieler Bürgermeisters an seinen Umlandgemeinden ist nachvollziehbar.

„Es wäre gut, wenn auch die Nachbargemeinden Bad Bramstedts für Sozialwohnungen Sorge trügen und dieses kostenträchtige Thema nicht weiterhin allein bei der Stadt Bad Bramstedt abladen.“

Die „vornehme Zurückhaltung“ der Umlandgemeinden zu diesem Thema sei unverständlich, wenn man an das notwendige Zusammenwirken von Stadt und Umland denke, die Probleme unserer Zeit zu lösen.

 

Details zu Sozialwohnungen ( für Kommunen und Investoren ) finden sich hier: http://www.ib-sh.de/fileadmin/user_upload/downloads/Immobilien/Soziale_Wohnraumfoerderung/Arbeitshilfe_fuer_Kommunen_und_Investoren.pdf

Homepage: SPD Bad Bramstedt


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