Mobilität: Rossmann fordert mehr Geld für Radschnellwege

Veröffentlicht am 05.04.2017, 09:36 Uhr     Druckversion

"25 Millionen für ganz Deutschland reichen nicht!"

„Für Radschnellwege muss künftig noch erheblich mehr Geld bereitgestellt werden als bisher geplant.“ Das fordert der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann. „Die Ergebnisse der aktuellen Mobilitätsstudie zeigen ganz deutlich, dass wir gerade in den Ballungsräumen mehr und bessere Angebote für Pendler brauchen. Dabei können die Fahrradautobahnen eine besondere Rolle spielen.“ Die Studie hatte ergeben, dass inzwischen 60 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland zu ihrem Arbeitsplatz in einen anderen Ort pendeln.

Er sei froh, dass der Kreis Pinneberg in der Folge einer Initiative der SPD-Kreistagsfraktion regionaler Vorreiter bei den Planungen für Radschnellwege ist, betont der Parlamentarier. „Allerdings zeigen unsere Zahlen vor Ort auch, dass die Bundesförderung noch deutlich ausgebaut werden muss, damit wir echte Dynamik in diesem Bereich entwickeln können.“ Der Bund fördert die Fahrradautobahnen in diesem Jahr auf Vorschlag der SPD erstmalig mit insgesamt 25 Millionen Euro. Rossmann: „Mehr war mit der CDU zunächst nicht drin. Die aktuellen Zahlen zeigen aber: Für mehr Mobilität mit dem Rad muss sich die Union noch einmal bewegen! Für den Anfang sind nach meinem Dafürhalten 100 Millionen Euro im Jahr für Radschnellwege die Untergrenze.“

Der SPD-Kreistagsabgeordnete Ulrich Rahnenführer, der für die Sozialdemokraten die Schnellweg-Maßnahme für den Korridor Elmshorn-Tornesch-Pinneberg initiiert hat, schätzt die Kosten für das gut 30 Kilometer messende Projekt auf rund acht Millionen Euro – bei einer Trasse, die der Bahnlinie mit ihrem guten Untergrund folgen soll und mehrere Flusskreuzungen aufweisen wird. Rossmann: „Das wirft ein Schlaglicht darauf, welchen Bedarf wir hier bundesweit haben – auch wenn der Bund natürlich immer nur fördernd auftreten kann.“

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