SPD-Ortsverein Kattendorf/Winsen

Kattendorf aktuell

Kattendorfer Jugendgespräche – Politik trifft Jugend

Im Herbst 2016 fand eine parteiübergreifende Befragung und eine Einladung der Jugendlichen zu einem „Kattendorfer Jugendgespräch“ statt, um deren Wünsche und Bedürfnisse zu erfahren. Zielgruppe waren die Vierzehn- bis Achtzehnjährigen. Sie wünschten sich mehr Mobilität, ein Fest für Jugendliche in Kattendorf, einen Unterstand bei der Feuerwehr, ein Tanzangebot und eine Tischtennisgruppe beim TSV, Kino- und Spielenachmittage, eine weitere Einkaufsmöglichkeit für Süßigkeiten und Getränke im Dorf und die Möglichkeit, Veranstaltungen in einem eigenen Infokasten anzukündigen. 
Was ist in 2017 aus diesen Wünschen geworden? 
Es gab vom KIJUKA Einladungen zu einem Kinonachmittag nach Quickborn und zu einem Tag im Hansapark. Es gab einen Zumba-Kurs beim TSV. Mitteilungen der Jugendlichen können in den vorhandenen Infokästen präsentiert werden. Die Gemeinde hat eine Mitfahrerbank bauen lassen, um hiermit die Mitfahrmöglichkeiten in Richtung Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg zu fördern. Diese wird bald an der Ecke Dorfstraße/Kaltenkirchener Straße aufgestellt werden. Der Unterstand an der Feuerwehr ist von der Gemeinde bewilligt worden und wird demnächst aufgestellt. Hiermit sind dann viele Wünsche erfüllt.
Weitere Wünsche werden sich hoffentlich noch mit Hilfe der Arbeitsgruppen aus der Zukunftswerkstatt erfüllen lassen. Hier ist die Arbeitsgruppe Nahversorgung zusammengekommen, um ein Ladenprojekt mit dem „Rauhen Haus“ zu besprechen. Das Fest für Jugendliche hätte in Kooperation mit einem Fest der Erwachsenen stattfinden sollen, aber so ein Fest gab es in 2017 nicht. Vielleicht ergibt sich in 2018 eine Möglichkeit für ein solches Fest. Durch eine weitere Arbeitsgruppe wurde das „Spiel ohne Grenzen“ beim Kinder- und Dorffest wiederbelebt, an dem auch Jugendliche teilnahmen. 
Für das nächste Jahr ist eine erneute parteiübergreifende Befragung der Jugendlichen geplant. Diesmal werden wir die Jugendlichen ab 12 Jahren befragen und zu einem weiteren „Kattendorfer Jugendgespräch“ einladen. Angedacht ist, diese Befragung zukünftig regelmäßig durchzuführen, eventuell in Form einer jährlichen Sitzung des Jugend-, Sozial- und Sportausschusses, um den Jugendlichen in Kattendorf die Chance zu geben, ihre Interessen zu vertreten.


Marlies Rueck
 

Kattendorfs Vogel-Almanach

Aus aktuellem Anlass wird in diesem Jahr der Specht beschrieben. Spechte haben offenbar zwei Flutlichtmasten der Flutlichtanlage am Sportplatz der Fußballer stark beschädigt. 
In den zwei ursprünglich geteerten Telegrafenmasten befindet sich jeweils eine vom Specht gezimmerte Bruthöhle, die den Flutlichtmast stark schwächen, so dass sie die Flutlichtlampen nicht mehr sicher tragen können und erneuert werden müssen. Siehe dazu auch den Beschluss vom 04.Oktober 2017 des Bau-, Wege-, und Umweltausschusses.
 
Der Specht

Von den in Kattendorf vorkommenden Spechtarten wie Schwarzspecht, Kleinspecht, Buntspecht und Grünspecht sind die beiden letzteren, die wohl am häufigsten vorkommenden Spechtarten. Sie dürften für die Beschädigung am Mastbaum verantwortlich sein und werden daher auch hier näher beschrieben.
Der etwa Krähen-große und längst nicht so häufige Schwarzspecht ist im Schmalfelder Wohld, im Preetz und im Deergraben zu finden. Der Kleinste aller Europäischen Spechtarten ist der Kleinspecht. Er ist zwar vom Gefieder dem Buntspecht sehr ähnlich, ist aber eben nur Sperlings-groß. Der ursprünglich in Schleswig-Holstein und Dänemark nicht vorkommende Kleinspecht breitet sich hier den 60/70iger Jahren aus. Im Segeberger Forst ist er bereits als Brutvogel nachgewiesen und so dürfte er auch in Kattendorfs Wäldern mittlerweile zu finden sein. Allerdings ist dieser Specht wegen seiner Lebensweise in den Kronen der Bäume schwer zu beobachten. 

Der Buntspecht                                                                                                             

Als Kulturfolger ist der Lebensraum des etwa Amsel-großen Buntspechtes sehr vielfältig und besteht aus mehr oder weniger dichte Laub- oder Nadelwälder. Aber auch lichte Parks sowie Wohnanlagen und Gärten mit ausreichendem Baumbestand werden angenommen. Allerdings bevorzugt er Eichen- und Buchenmischwälder, in denen er viel Alt- und Totholz vorfindet, als Lebensraum.
Wenn Sie den Vogel auch in Ihrem Garten mit Baumbestand beobachten wollen, so sollten Sie abgestorbene Äste nicht immer sofort entfernen. Auf diese Weise locken sie Buntspechte an und können diese fortan nicht mehr nur trommeln hören, sondern auch bei ihrer faszinierenden Arbeit beobachten. Denn der Buntspecht ernährt sich hauptsächlich von Insekten und Larven, die sich besonders im Totholz befinden. Aber der Buntspecht ist eigentlich ein Allesfresser und so frisst er auch gerne Nüsse oder Samen von Tannenzapfen, die er in zum Teil selbst gezimmerten Spechtschmieden einklemmt, um sie dann in Ruhe aufzuhämmern.   
Sein Ruf ist ein einfaches aber sehr lautes „kick, kick“. Dafür aber trommelt der Buntspecht fast das ganze Jahr über. Dazu schlägt er den Schnabel in schneller Folge (ca.15 Schnabelschläge in 3sec) auf Holz und viele andere Materialien, die einen geeigneten Resonanzkörper darstellen, um sich untereinander zu verständigen und ihr Revier gegen Kontrahenten zu verteidigen.
Der Buntspecht zimmert sich in einem geeigneten Revier mit gutem Nahrungsangebot eine eigene Bruthöhle. Daher dürfte er nicht für die Höhlen im Flutlichtmast nicht in Frage kommen, weil hier zur Aufzucht der Jungvögel das Nahrungsangebot fehlt. 

Der Grünspecht

Der Grünspecht ist deutlich größer als der Buntspecht und in etwa Tauben-groß. Er ist als Kulturfolger sehr anpassungsfähig und etabliert sich zunehmend im Siedlungsraum des Menschen. Dazu gehören auch Sportanlagen mit viel Grünflächen. Denn sein ursprünglicher Lebensraum Streuobstwiesen und Hutewälder mit viel Grünflächen sind selten geworden.
Im Gegensatz zum Buntspecht ernährt sich der Grünspecht vorwiegend von Insekten die im Erdreich und in Grünflächen leben, mit besonderer Vorliebe für Ameisen die er mit seiner langen Zunge aus dem Erdreich oder sogar aus den Zwischenräume von Gehwegplatten holt. Er hackt daher sehr viel weniger an Bäumen als die anderen Spechtarten.  Daher wird er auch Grasspecht oder Erdspecht genannt.
 
Der Grünspecht trommelt selten, dafür ist aber sein melodischer Reviergesang der sich wie ein lautes, wohlklingendes Lachen (klü, klü, klü, klü, klü) anhört.
Grünspechte brüten gerne in verlassenen Höhlen anderer Spechte. Wenn sie keine verlassenen Höhlen finden, legen sie selber welche an, aber meist nur in weicheren Bäumen mit Fäulniskernen in der Stammmitte. Bei zu hartem Holz wird der Höhlenbau rechtzeitig abgebrochen und nach einer anderen Möglichkeit gesucht. Daher findet man häufig im Revier des Grünspechtes halbfertige oder angefangene Höhlen.

Langsam wird klar das der Übeltäter Grünspecht heißt - er sollte dafür aufkommen oder Steuern zahlen, wir brauchen eine Grünspechtsteuer!


Armin Ahrens