Längerer ALG Bezug unter bestimmten Voraussetzungen – warum es nicht versuchen?

Veröffentlicht am 09.03.2017, 21:35 Uhr     Druckversion

Katrin Fedrowitz, MdL

Die SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Fedrowitz begrüßt den Beschluss des SPD-Parteivorstandes zum längeren Bezug des Arbeitslosengeldes, und zwar zum Arbeitslosengeld Q.

Katrin Fedrowitz: „Ich finde es eine gute Idee, Arbeitslosen eine längere Unterstützung zu gewähren. Betroffene sollen doch nur länger unterstützt werden, wenn sie sich auch um eine Weiterqualifizierung kümmern. Der Parteivorstand hat am 6. März einstimmig ein Konzept beschlossen, das eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I vorsieht und damit eine von unserem Kanzlerkandidaten Martin Schulz formulierte Forderung zur Änderung der Agenda 2010 beschlossen.“

Arbeitslosengeld (ALG), oftmals auch als ALG I bezeichnet, ist die Leistung aus Beitragsmitteln der Arbeitslosenversicherung und zwar unter zeitlicher Begrenzung von maximal 24 Monaten. Die Pläne der SPD sehen ein neues Arbeitslosengeld Q vor, das nicht auf die Bezugsdauer des ALG I angerechnet wird. Dieses sollen Arbeitslose für die Dauer einer Weiterqualifizierung erhalten, auf die ab drei Monaten Arbeitslosigkeit ein Anspruch bestehen soll. Dabei soll es nicht nur um Kurzschulungen oder -praktika gehen. Auch das Nachholen eines Berufsabschlusses oder eine Umschulung sollen möglich sein.

„Die SPD kümmert sich darum, dass Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Anders als vor 14 Jahren geht es der Bundesrepublik Deutschland heute wirtschaftlich gut. Deshalb ist es wichtig und richtig, dass Arbeitssuchende künftig nicht nur länger Arbeitslosengeld beziehen, sondern sich auch in intelligenten Maßnahmen weiter qualifizieren können. Für die SPD ist klar, wir wollen, dass Beschäftigte im Laufe ihres Erwerbslebens so unterstützt zu werden, dass eine längere Phase der Arbeitslosigkeit möglichst vermieden wird bzw. dass Phasen der Arbeitslosigkeit genutzt werden, um die vorhandene Qualifikation zu erweitern“, sagte Katrin Fedrowitz.

„Durch die zunehmende Digitalisierung ist auch Schleswig-Holstein in vielen Branchen von einem Fachkräftemangel betroffen. Um den gestiegenen Ansprüchen am Arbeitsmarkt besser Rechnung zu tragen, begrüße ich den Beschluss des SPD-Parteivorstandes, ein Recht auf Weiterbildung einzuführen. Wir müssen auf die Herausforderungen der neuen Arbeitswelt 4.0 mit intelligenten Maßnahmen reagieren, sorgen so für bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt,“ ergänzte Fedrowitz.

Homepage: Katrin Fedrowitz


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